Bausparvertrag – sollte man einen haben?

Mit dem Gedanken habe ich heute ein bissel beim Surfen durch das Netz herumgespielt. In der Regel soll das Ganze wie folgt ablaufen: – man schließt einen Bausparvertrag über eine bestimmte Summe ab. Z.B. 10.000 Euro
– in der Folgezeit zahlt man regelmäßig einen kleinen Betrag auf das eingerichtete Bausparkonto ein. Z.B. 50 Euro monatlich
– Sobald eine bestimmte Summe erreicht ist, je nach Vertrag zwischen 40% und 60% hört man mit den Einzahlungen auf. Z.B. bei 40% wenn auf dem Konto in etwas 4000 Euro eingezahlt sind.
– Jetzt wartet man nur noch ab bis der Vertrag Zugeteilt wird. D.h. bis man das restliche Geld zu einem verbilligten Zins für ein Bauvorhaben oder einen Eigentumskauf verwenden kann.
– Wo liegt nun der Clou? Geworben wird meist mit dem sehr günstigem Kredit. Im Kreditfall würde ich jetzt aus meinem Vertrag 10.000 Euro erhalten. Mein Guthaben + etwa 6000 Euro Kredit zu einem sehr günstigen Zins. Derzeit meist zwischen 2% und 3% im Jahr. Die 6000 Euro müsen dann natürlich zuzüglich der Zinsen monatlich wieder abgestottert werden. Warum bietet die Bausparkasse nun jedem Bausparer einen so günstigen Zins? Die Antwort ist einfach. Weil der Bausparer in der Ansparphase natürlich einen niedrigeren Zins für sein eingezahltes Sparvolumen erhält. Die Zinsgutschrift beträgt wohl auch um die 2%. Bei einer Anlage auf einem jederzeit verfügbarem Girokonto würde derzeit einen doppelt so hohen Zins bringen.
– Lohnt sich das überhaupt? Offensichtlich schon, zumal der Staat in der Ansparphase Bausparverträge fördert. Natürlich ist alles begrenzt, aber es gibt die Förderung.
Sofern die Vermögenswirksamen Leistungen auf einen Bausparvertrag eingezahlt werden und der Arbeitnehmer bestimmte Einkommensgrenzen nicht überschreitet, gibt es auf 470 Euro im Jahr 9% Prämie vom Staat. Für Beträge, die darüber hinaus angespart werden, gibt es 8,8% Wohnungsbauprämie. Natürlich muss das angesparte Geld über einen gewissen Zeitraum auf dem Konto verbleiben. Bei vermögenswirksamen Leistungen sind es, glaube ich, 7 Jahre.

Als Fazit kann man daraus schlussfolgern, dass der Staat die Anlageform recht attraktiv macht.

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