Partnerprogrammnetzwerke und ihre Regeln

Man schaut dumm aus der Wäsche, wenn man sich bei einem Partnerprogramm anmeldet, tagelang dafür Werbung schaltet und dann merkt, dass dabei kein müder Euro an Einnahmen erzeugt wird. Interessiert sich wirklich kein Schwein für die Produkte der Firma?

Kann eigentlich auch nicht sein, weil man sich selbst dafür interessiert hat. Um das Tracking zu testen entschließt man sich manchmal einfach selbst etwas zu kaufen, trotz dessen, dass es bei manchen Programmnetzwerken streng verboten sein soll …

Dumm nur, wenn dann weder Lead noch Sale zustande kam. Nix, Nada, Niente …

Da schreibt man dann die jungs beim Programmnetzwerk an, wo den der Lead geblieben sei? Die Ware und die Auftragsbestätigung sei doch da, bezahlt wurde die Ware auch…

Die Schauen sich das an und tun natürlich so, als ob sie nix wüßten. Man soll denen die Auftragsbestätigung und am Besten noch den Zeitpunkt des Leads zuschicken.

Nachdem dies bei denen angekommen ist, fängt das Denken wieder an. Am einfachsten zieht man sich aus der Sache raus, wenn man den Webmaster als Böse darstellt. Damit kommt dann eine in etwa derartige Standartmail zustande:

Wie wir der Bestellbestätigung entnehmen können, handelt es sich bei dem u.a. Auftrag um eine Eigenbestellung bzw. aus Ihrem unmittelbaren privaten Umfeld.

Sie haben sich mit der Registrierung für unser Netzwerk für eine Online Werbetätigkeit mit den beteiligten Partnerprogrammen entschieden.

Ziel einer solchen Online Werbetätigkeit ist es, dass Sie auf Ihren Online Werbeflächen (E-Mail Newsletter, Webseite oder Suchmaschinenanzeigen) die Werbemittel (Banner, Links etc.) der Programmbetreiber einfügen und der Traffic auf Ihre Werbeflächen zu Transaktionen (Clicks, Leads oder Sales) führt.

Die eigene Verwendung der durch XXX und den Partnerprogrammen bereitgestellten Partnercodes für Bestellungen entspricht nicht einer Online Werbetätigkeit im Sinne des mit der Registrierung vereinbarten XXX Code of Conduct.

Möchten Sie über unser Netzwerk ebenfalls von Eigenbestellungen profitieren, so lassen Sie sich bitte dies explizit vom betreffenden Partnerprogramm vorab bestätigen. Bitte wenden Sie sich dazu an die in den Programminformationen hinterlegte Emailadresse. Liegt Ihnen eine derartige Bestätigung vor, können Sie diese gerne an uns weiterleiten.

Den XXX code of Conduct finden Sie hier:

http:// XXXX

Zu Ihrer Information möchten wir Sie ferner auf folgendes Urteil des Landgerichts Berlin verweisen:

http://www.dr-bahr.com/news/news_det_20081224124842.html

Wir bedanken uns für Ihre Mithilfe und dürfen Ihnen weiterhin viel Erfolg mit unseren Partnerprogrammen wünschen.

Beste Grüße aus XXX

Da die jungs das wohl nicht ganz kapiert haben, es ist ja schön, dass ich als Webmaster als Kunde ausgeschlossen bin, allerdings weiß dies deren Netzwerk und die Schnittstelle wohl schon bereits mit der Bestellung, daher erscheint kein Lead der später in der Prüfungsphase storniert werden könnte.

Manchmal soll man sich als Webmaster wohl von manchen „Jungs“ das Blaue vom Himmel erzählen lassen, daher wird da von mir mit der folgende Mail weitergestochert:

Sehr geehrte Damen und Herren,

Eigenbestellungen dienen manchmal der Kontrolle der korrekten Abrechnung über ein Netzwerk und dienen auch für ein Blog der Beschreibung der Dienstleistung des Partnerprogramms. Auch wenn die Ware korrekt ankommt, werde ich kein Partnerprogramm empfehlen, bei dem der Lead nicht mal zunächst vorläufig vom Partnerprogrammnetzwerk wahrgenommen wird um später (Beispielsweise aus Gründen der Eigenbestellung) storniert zu werden. Insofern ist das Programm für mich unten durch. Sollte dies bei einem Netzwerk mehrmals passieren, mache ich mir Gedanken über die Trackingzuverlässigkeit des Netzwerks. Insofern ist mir egal ob die Bestellung bezahlt oder nicht bezahlt wird, mir ist es wichtig, dass diese in der vorläufigen Statistik erscheint. Dies ist im Fall des XXXshops nicht erfolgt und hierfür bitte ich Sie um eine Erläuterung.

Mit freundlichen Grüßen
Janusz Kopiec

4 Gedanken zu “Partnerprogrammnetzwerke und ihre Regeln

  1. Im aneinander vorbeireden sind die Experten von den Netzwerken schon Meister. Ich muss den Mailverkehr ein bissel entschärfen und bei Gelegenheit die Antwort wieder hier einstellen.

  2. Allein für die Transparenz sollte erst der Sale erzeugt werden, wenn der Merchant nun gegen Eigenbestellungen ist so kann er den Sale ja mit dieser Begründung stornieren.

    Wir sind der Meinung, dass auch Eigenbestellungen provisioniert werden sollten. Der Merchant sollte natürlich selbst die Möglichkeit haben dies zu entscheiden.

  3. Hallo,

    ich denke, einige Netzwerke filtern die Leads bei Eigenbestellungen schon im Vorraus und werden garnicht erst angezeigt.

    Habe ich mir übrigens auch schon öfters überlegt:

    Kann doch sein, dass man z.B. bei einem Netzwerk nach einem bestimmten PP sucht, wo man selber etwas kaufen möchte.

    Kurzerhand beschließt man sich, das werbemittel auf der Website kurzzeitig einzubauen, einzukaufen und dann eventuell wieder zu entfernen.

    Ich denke, einige Netzwerke trakcen die IP, wenn man sich in den Account einloggt, und kann daher schon im Vorraus bestimmen, das es sich um eine Eigenbestellung handelt.

  4. Was ist allerdings, wenn man für einen Freund oder Bekannten etwas bestellen möchte und ihn über die Seite auf dem eigenem Laptop die entsprechende Seite aufrufen läßt? Ist es dann auch eine Eigenbestellung, weil man in dem entsprechedem Partnerprogramm vor einigen Minuten mit der gleichen IP angemeldet war? Ich finde, dass sich einige Partnerprogrammnetzwerke und deren Support-Mitarbeiter viel zu einfach machen …

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