Öl im Golf von Mexiko

Das Öl aus der kaputten Leitung kann inzwischen abgepumpt werden. Dies ist wahrscheinlich die einzig gute Nachricht für die Bewohner der Küstenregionen der US Bundesstaaten, die von der Öl-Katastrophe betroffen sind.
Die Wut über den britischen BP Konzern, in dessen Auftrag das Öl gefördert wurde, wird inzwischen durch lustige Videos auf Youtube kundgetan, die natürlich in den Nachrichten der TV-Sender wiederholt werden.

Ob BP allein für den Unfall verantwortlich ist, interessiert niemanden. Der US-Präsident hat inzwischen öffentlich seiner Wut über BP geäußert und der Gesellschaft eine Rechnung über 68 Millionen US-Dollar gestellt.

Interessant fand ich vor einiger Zeit die Befragung vor dem US-Kongress, wo weder der amerikanische Hersteller der Bohrinsel noch der amerikanische Betreiber der Bohrinsel noch BP die Schuld für den Unfall auf sich nehmen wollten und jeweils die anderen beschuldigt haben.

Die US-Regierung als diejenige, die die Bohrung in der Tiefsee zugelassen hat, die Bohrinsel abgenommen hat und natürlich an jedem geförderten Liter mitverdient hat, stand leider nicht auf der Anklagebank. Dass die USA viele Risiken eingehen um sich den Zugang zum braunen Gold zu sichern, scheint angesichts der Umweltkatastrophe vor der eigenen Haustür in Vergessenheit zu geraten. Der Krieg um Öl in Kuwait und Irak scheint hier vergessen zu sein. Die kriegsbedingte Zerstörung der Umwelt in diesen Ländern scheint keinen zu interessieren, solange die Katastrophe weit genug entfernt ist.

2 Gedanken zu “Öl im Golf von Mexiko

  1. Seit die Bohrinsel des britischen Ölkonzern im Golf von Mexiko explodierte, verlor BP an der Börse rund 74 Milliarden Dollar an Wert etwa so viel, wie die drei baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen zusammengerechnet pro Jahr erwirtschaften. Ich hoffe die Konzernführung denkt mal darüber nach, was eine gescheite Technik im Gegensatz dazu gekostet hätte und lernt für die Zukunft. Auch die anderen sollen mal darüber nachdenken und endlich handeln.

  2. WIESO kann dieses olle Bohrloch nicht irgendwie verschlossen werden? Es kann doch eigentlich nicht so schwer sein oder? Dafür sollte BP auf jeden fall die gesamten Kosten übernehmen.

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