Stand-Up zum Thema Steuerhinterziehung

Viele lustige Sprüche zum Thema Steuerhinterziehung finden sich in diesem Stand-Up.

Unter anderem die folgenden O-Töne:

„Steuerhinterziehung muss Breitensport bleiben und nicht nur Spitzensport für die oberen Zehntausend.“

„Strafbefreiende Selbstanzeige sollte es in anderen Bereichen ebenfalls geben. Ein Betrunkener geht vor Fahrtantritt mit seinem PKW zum Polizisten und sagt dem, dass er betrunken ist. Der Polizist sagt, ok habe ich vermekrt … Gute Fahrt!“

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Tipps zur Steuerhinterziehung: ARD Tipps / Satire

Dieses Video wurde von ARD bei Youtube eingestellt. Nachdem Herr Höhness derzeit in jeder Zeitung zu sehen ist, hat sich Tobias Schlegl in dem Beitrag Gedanken darüber gemacht, wie jedermann  Steuertricks anwenden kann und Schwarzgeld am Finanzamt vorbei verschieben kann. In einem Fragebogen wurde die Passanten gefragt, auf welche Leistung des Staates verzichtet werden könnte. Zur Auswahl wurden Schulen, Straßen, Polizei und Kultur gestellt. Ein Passant meinte, man könnte an Straßen sparen, es fahren eh viel zu viele Autos drauf. Andere hätten an Kultur gespart … Insgesamt ein sehenswerter Gag gemacht von ARD / NDR.

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Beschränkte Abziehbarkeit von Kinderbetreuungskosten verfassungsgemäß

Nach Auffassung des BFH gemäß dem Urteil vom 9. Februar 2012 ist die beschränkte Abziehbarkeit von Kinderbetreuungskosten verfassungsgemäß und versößt damit nicht gegen das Grundgesetzt. Die erwerbsbedingten Kinderbetreuungskosten können gemäß dem Einkommensteuerrecht zu 2/3 jedoch maximal bis zu EUR 4.000,00 pro Kind abgezogen werden.

Verzicht auf das Mehrheitsstimmrecht – Schenkung?

Gemäß dem Urteil des FG Baden-Würtemberg vom 25. Mai 2011 ist der Verzicht auf das mehrheitsstimmrecht eines GmbH-Gesellschafters keine Schenkung im Sinne des § 7 ErbStG. Die Richter sehen hierbei auch keinen Schenkungssachverhalt, wenn sich durch diesen Verzicht der Wert der übrigen Anteile erhöht. Ein Revisionsverfahren beim BFH ist zu diesem Sachverhalt anhängig.

Im Prinzip eine interessanter Gedankenansatz, den die Finanzverwaltung angesichts klammer Kassen verfolgt. Weitergedacht könnte dies auch bedeuten, dass ein Anteilseigner, der beispielsweise bei einer Kapitalerhöhung ein günstiges Bezugsrecht nicht ausübt, den ausübenden Anteilseignern ebenfalls „virtuell“ etwas schenkt…

Einkommensteuerschulden des Erblassers

Gemäß dem Urteil des FG Düsseldorf vom 2. November 2011 sind die Einkommensteuerschulden des Erblassers für das Todesjahr als Nachlassverbindlichkeit abziehbar. Bisher hält die Finanzverwaltung an der Auffassung, dass die Einkommensteuerschulden des Todesjahres keine Nachlassverbindlichkeit sind, da diese erst mit Ende des Veranlagungszeitraums, also am 31. Dezember des jeweiligen Kalenderjahres, entstehen. Das Finanzgericht ist jedoch der Auffassung, dass die Veranlagung bis zum Todeszeitpunkt vorzunehmen ist, da bis zu diesem Zeitpunkt die Einkommensteuer tatsächlich geschuldet wird. Seitens der Finanzverwaltung wurde gegen dieses Urteil Revision eingelegt. 

Kettenschenkung

Sofern die Eltern ein Grundstück auf ihr Kind übertragen und das Kind anschließend das Grundstück auf seine Ehefrau überträgt, kann gemäß BFH Urteil vom 30 November 2011 nicht von einer Schenkung der Eltern an die Schwiegertochter ausgegangen werden, wenn das Kind nicht zur Weiterschenkung des Grundstücks seitens der Eltern verpflichtet worden ist und die Eltern die Weitergabe nicht veranlasst haben.

Eine seitens der Finanzverwaltung gewollte Schenkung der Eltern an die Schwiegertochter führt zur Anwendung viel geringerer Freibeträge. Folglich ergibt sich eine viel höhere Steuerbelastung.

Abzugsfähigkeit von Krankheitskosten

Gemäß Beschluss des FG Rheinland-Pfalz vom 31. Januar 2012 sind Krankheitskosten als außergewöhnliche Belastungen nicht abzugsfähig, sofern der Versicherte einen Anspruch auf Erstattung seitens der Krankenversicherung hatte und diesen Anspruch bei der Krankenversicherung zwecks Beitragsrückerstattung nicht geltend macht.