AdScale meine Erfahrung mit dem Restplatzwerbevermarkter

Die Beteiligung von Holtzbrink Ventures will wohl ganz hoch hinaus. Nur deshalb kann ich mir mehrere Anrufe innerhalb der letzten Monate erklären.

 

In dem ersten Anruf ging es darum mir den Dienst vorzustellen. Es wurde natürlich erwähnt, dass schon  X Millionen Pageimpressionen über die Seite abgewickelt werden. Dies entsprach dem, was man auf der Startseite selbst lesen konnte. Dann wurde auf die namhaften Seiten und Vermarkter, die über den Dienst ihre Kontingente einkaufen sollen, hingewiesen.

Ich hab mir dann gedacht, dass ich den Dienst eine Zeit lang ausprobieren sollte. Nachdem der erste Kontakt mit der Seite am 15. November 2007 aufgenommen wurde, habe ich mich bei dem Dienst am 8. April 2008 angemeldet. Zunächst habe ich diesen Blog angemeldet und dann noch eine Seite von mir. Als Werbemittel habe ich den Klassiker der Grösse 468 X 60 Pixel als Werbemittel angelegt und als Default jeweils einen Google-Adsense Banner-Code ins System eingepflegt. Mit den ausgewählten Preisen hatte ich allerdings wenig Erfolg, daher habe ich nach einiger Zeit ein Experiment gewagt. Bei dem Blog habe ich einen Mindest-TKP Preis von 0,10 Euro je 1.000 Pageimpressionen angegeben und die andere Seite habe ich bei einem Mindest-TKP Preis von 1,00 Euro je 1.000 Pageimpressionen belassen.

Auf den 10 Cent Preis sind wohl tatsächlich einige Seiten scharf. Wenn allerdings die Leute den buchen, heißt es noch lange nicht, dass die Werbefläche vollständig ausgebucht ist. Das System hat wohl eine IP-Sperre, so dass die Banner aus dem Portfolio des jeweiligen Publishers durchlaufen und danach wieder auf Default umgesprungen wird, – dies auch bei einem Preis von 10 Cent je 1.000 Pageimpressionen.

Da ich nach einiger Zeit den Quellcode aus dem Blog herausgenommen habe, werden wohl keine Pageimpressionen mehr bezahlt ausgeliefert, da bei der anderen Seite sich wohl kein Werbetreibender findet, der einen TKP von 1,00 Euro zu zahlen bereit ist.

 

Mein Fazit ist daher, das sich bei Adscale meiner Einschätzung nach als Werbetreibende nur Schnäppchenjäger tummeln.

 

Die Statistik von Adscale scheint auch eine Wissenschaft für sich zu sein, will man die Statistik nach Tagen sortiert sich ansehen und dies auch noch für den Zeitraum vom 1. Januar 2008 bis jetzt, so erhält man als Ergebnis die folgende Reihenfolge:

01.01.2008
01.02.2008
01.03.2008
01.04.2008
01.05.2008
01.06.2008
01.07.2008
01.08.2008
01.09.2008
02.01.2008

Prost Mahlzeit, ich wollte schon immer wissen, was ich jeweils am ersten des Monat mit dem System verdient habe. Das ist auch das, was der Webmaster sehen will.

Meiner Meinung nach kann man die Statistiken echt simpel gestalten, allerdings das Gehirn sollte man bei der Vorgabe des Sortierungsalgorithmus auch mal einschalten. Und wenn man nicht weiß, wie es aussehen sollte, dann sollte man sich ganz schnell mit einem Account bei Google Adsense einloggen und sich das Statistik-Modul dort anschauen, da es nicht umfangreich allerdings ausreichend, schnell und sinnvoll auf die Bedürfnisse der Webmaster ausgelegt ist.

 

Jetzt noch mal Tacheles zu den Zahlen.

Adscale hat nun etwa 11.500 Pageimpressionen seit April 2008 gewertet. Im Blog wurden 2.700 und auf der anderen Seite ca. 8.800 Pageimpressionen bezahlt. Der Link der einem sagt, wieviele Pageimpressionen man an Adscale insgesamt geliefert hat, fehlt in der Aufstellung.

 

Ein Blick auf OpenAds zeigt, dass ich mit der anderen Website an Adscale etwa 174.000 Banner ausgeliefert habe. Davon sind jetzt etwa 8.800 bezahlt worden, auf dem Rest der ausgelieferten Plätze wurden dann Defaults angezeigt. Über „Website verwalten“ und den Klick auf die Werbefläche, wobei ich hier schon den Zeitraum 1. Januar 2008 bis heute ausgewählt habe, erfahre ich, dass Adscale an das Default-Netzwerk ca. 121.000 Pageimpressionen ausgeliefert hat. Wenn ich zu den 121.000 die 9.000 bezahlten Pageimpressionen dazuzähle, erhalte ich nach Adam Riese als Summe glatt 130.000 Pageimpressionen, was ca. 44.000 weniger ist, als mir von OpenAds angezeigt werden. Wo die Differenz in dem Wirrwar der Statistiken nun abgeblieben ist, wüßte ich auch gern.

 

Insgesamt steht auf meinem Konto ein Guthaben von EUR 4,30. Eine Gutschrift kann ich in diesem Netzwerk meiner Einschätzung nach erst im Jahr 2009 erwarten, vorausgesetzt, dass es dieses Netzwerk bis dahin noch gibt, bei Internetstartups weiss man ja nie, was morgen passiert ….

 

Abschliessend kann ich nur schreiben, dass mich das Abendteuer mit Adscale wenig begeistert hat. Das Angebot hat mich nicht von den Socken gehauen. Bei einem weiteren Anruf der Key-Account-Manager oder wem auch immer von Adscale, werde ich wohl einfach auf Duchzug schalten und mich von den neuen Vermarktern und Kunden einfach nicht beeindrucken lassen.

 

Vielleicht hat jemand von Euch ebenfalls Erfahrungen mit Adscale oder einem ähnlichen Dienst gemacht. Sofern es sich um konstruktive Kritik oder um konstruktiven Lob handelt, dann schreibt doch diesen in den Kommentar. Mich würde schon interessieren, was mein Fehler war.

23 Gedanken zu “AdScale meine Erfahrung mit dem Restplatzwerbevermarkter

  1. Guter Artikel, der meine ebenfalls schlechten Erfahrungen mit Adscale wiederspiegelt. Testweise habe ich dort vor gut einem halben Jahr eine Seite angemeldet, welche pro Tag rund 10.000 PIs erzeugt, kein Filehoster o.ä. sondern echter Content mit klarer Zielgruppe (Jugendliche). Die Angebote waren durchweg mehr als schlecht, bevor ich ein ContentAd in Top-Position oder einen Skyscraper für 1-2 Euro oder weniger platziere, greife ich doch lieber zu Adsense, Partnerprogrammen oder verschone meine Besucher komplett mit Werbung.

  2. Seit dem der Artikel jetzt online ist, hat sich heute eine Kampagne angemeldet, die einen TKP von 5 Euro zahlen möchte. Eine weitere Kampagne, die angeblich seit dem 4. september aktiv ist, will einen TKP von 6 Euro zahlen.

    Wenn dabei noch stünde, wie hoch das tägliche Budget ist, dann würde man wissen, wie ernsthaft dat ganze ist. Ein Budget von 50 Cent ist bei einem TKP Preis von 5 Euro vermutlich innerhalb der ersten 5 Minuten nach 24 Uhr jeweils aufgebraucht. :)

  3. Hallo,

    die Sortierfolge ist wirklich lustig. Aber letztendlich sind das Dinge, die eigentlich sekundär wichtig sind. Wichtiger ist da schon das von jan007 angesprochene. Die eine Kampagne, die bei mir läuft, hat wohl ein Budget von eben den 50 Cent. Vielleicht ist das ja auch der Default, wer weiß…

  4. Pingback: Peruns Weblog

  5. Zumindest muss man Adscale eins lassen. Sie kümmern sich um einen. Sofern man eine berechtigte Anfrage stellt, wird man angerufen und das Problem wird aus der welt geschaffen. Die Support Leute kennen ihr Produkt und wissen, was geht und was eben nicht funktioniert.

    Z.B. kann man bis jetzt die angelegten Werbeflächen nicht wieder löschen. Die Lösung des Supports: Man lege den Verkaufspreis auf 100 Euro hoch und nenne die Fläche in Deaktiviert um, dann wird es auch keine Angebote mehr geben….

  6. Aus einem rein technischen Gesichtspunkt halte ich die Webseite http://www.adtoll.com für eines der besten Banner/Text AD Anbieterseiten.

    Die Funktionen für Publisher sind wirklich hervorragend gelöst. Es gibt eine Vielzahl an Anpassungs-Möglichkeiten und das gesamte System macht insgesamt einen sehr soliden Eindruck. Kompliment an die Entwickler. Ich habe es als Publisher eine Zeit lang getest.

    Als Advertiser ist der Einkauf einer Werbfläche ein reines Kinderspiel. Auch diesen Prozess hat http://www.adtoll.com meiner Ansicht nach sehr gut umgesetzt.

    Leider läßt die Qualität an Content Sites stark zu wünschen übrig. Ein Banner Portal Anbieter ist nur so gut wie sein Netzwerk an Publishern.

    Auch hier lautet die Devise „Content is King“.

    Eine Technik wie http://www.adtoll.com und einer Vielzahl an hochwertigen content sites. Dies wäre eine sehr interessante Alternative zu manch anderen Online Giganten.

  7. @mediaVinci

    Aus so rein Objektiven Gesichtspunkten halte ich Deine Empfehlung für nicht so toll.

    Die Seiten, die dort vertreten sind, lassen sich meiner Meinung nach kaum vermarkten und bieten somit keinen Mehrwert für Werbetreibende.

    Die Firma bietet kein ordentliches Impressum. Demnach wird eine Rechnung der Firma evtl. genau so toll aussehen.

    Die Auszahlung an die Publisher ist meiner Meinung nach ebenfalls in Frage zu stellen. Haben Sie an dich schon mal ausgezahlt? Zumindest das Eintreiben des verdienten Geldes könnte mit Schwierigkeiten verbunden sein.

    Dein Werbekommentar bietet eigentlich keine Infos, die mich als Blogbetreiber dazu bewegen würde, dort die Werbeflächen anzubieten.

    Daher rate ich von derartigen Angeboten ab.

  8. Vor ein paar Tagen hat mal wieder einer bei mir gebucht und ich habe tatsächlich 5 Ct. verdient. An einem Tag, danach war wieder Schluß mit lustig, also ich weiß nicht, irgendwas muß ich falsch machen.

  9. Pingback: Wie ich meine Adsense-Einnahmen mit Adscale verdoppelt habe – ein Erfahrungsbericht - Blog, Bannerwerbung, TKP, Bannervermarkter, Werbung, Google Adsense - FirstDayBlack

  10. Ich kann deine Einschätzungen leider auch bestätigen. Bei adshopping scheint es genau das gleiche zu sein. Bleibt wohl zur Zeit nur Adsense…

  11. Kann eure Meinungen auch nur bestätigen, selbst wenn man Kampagnen akzeptiert und diese automatisch aktiv geschaltet werden sollen dann dauert es ewig bis die Werbung eingeblendet wird.

    Ich warte derzeit schon über 30 Stunden drauf das eine akzeptierte Buchung den default Banner ersetzt.

    Was nützt es mir wenn ich 40 Kampagnen bewerben kann aber einfach nichts eingeblendet wird.

    Ich werde jetzt noch 2-3 Tage warten und probieren, vielleicht wird es ja besser.

  12. …vielleicht bei Gelegenheit mal Schaltplatz testen. Die Preise scheinen auf den ersten Blick zwar nicht besser als bei Adscale, werden allerdings auch schon netto angezeigt, es geht also keine Marge mehr ab. Zudem erfolgt die Auszahlung ab 30 Euro und ist immer pünktlich allerspätestens zum 15. des Folgemonats da. Vorteil hier ist, dass man bestimmte Kampagnenkategorien (Flirt/Dating/Gewinnspiel) von vornherein blocken kann, wobei sich da von ohnehin einfach weniger Schrott-Kampagnen, die man keinem zeigen kann (z.B. gayfrog) tummeln. Die Auslastung ist bei Schaltplatz auch von den Preiseinstellungen abhängig, man hat aber den Vorteil, dass man hier mit Special Interest Seiten nicht um Budgets mit normalen Communities konkurriert, insofern bleibt für Themen-Seiten mehr. Insgesamt gibt es bei Schaltplatz – wie auf dem gesamten Markt mehr CPC als TKP-Kampagnen – wenn eine Werbefläche gut sichtbar platziert ist macht es aber keinen Unterschied, bzw. kann man mit CPC mehr einnehmen als mit TKP. Letzteres gilt für alle Anbieter, denn die meisten TKP-Kampagnen auf dem Markt sind nichts anderes als Konvertierungen von CPC Kampagnen mit Risikoeinbehalt – hierfür ist in erster Linie google als Marktführer verantwortlich. Mit Special Interest Seiten erzielt man über schaltplatz bei den großen Standardformaten (160×600, 728×90, 300×250) durchschnittlich zwischen 30 und 60 Cent TKP, wenn die Werbemittel auf der Seite gut sichtbar eingebunden sind. Auf die kleinen Standardformate (468×60 und 120×600) kann man hier getrost verzichten, da ist die Auslastung schwach…

  13. Also hört sich das Ganze ja nicht so positiv an, also weiter suchen bis man den richtigen Anbiter gefunden hat.

  14. Bei uns das selbe. Seit über einer Woche als Publisher dabei, 17.000 AIs bereits ausgeliefert und stolze 0,09 Euro verdient! Es sind Kampagnen da und wurden auch angenommen, aber es wird einfach keine Werbung ausgeliefert, sondern nur der „Hier Werben Banner“ von Adscale

  15. Eins vorweg, nach 2,5 Tagen habe ich den Account gekündigt!

    Das Einrichten und Buchen der Werbeplätze ging recht einfach. Aber das war auch schon alles. Anzeigen wurden völlig willkürlich geschaltet. Es war nicht nachzuvollziehen, welche Anzeigen warum geschaltet wurden.

    Der Support war hierzu überhaupt nicht zu einer Aussage zu bewegen.
    Es kamen E-Mails mit der Ankündigung: ein neuer Advertiser für Ihre Website. Wer das ist blieb im dunkeln.

    Der Support konnte mir das auch nicht sagen!

    Die Statistik lieferte Anzeigennamen, die nirgendwo auftauchten. Mann konnte nicht nachvollziehen zu welcher Kampagne diese gehörten. Die preisintensiven Anzeigen wurden überhaupt nicht geschaltet.

    Der “Verdienst” belief sich nach besagten 2,5 Tagen auf 0,164 EURO je TKP. Hier waren allerdings auch einige CPC Kampagnen mit Clicks dabei! Also bei hochgerechneten 1.000.000 Pis 164,00 EURO.

    Der Support war überhaupt nicht aussagefähig und eierte jedesmal nur rum. E-Mails mit technischen Fragen wurden nicht beantwortet.

    AdScale bezeichnet sich als Marktführer. Habe ich nicht als so empfunden.

  16. Ich wollte Adscale einmal ausprobieren und habe zwei Werbeplätze angemeldet. Für diese Werbeplätze habe ich zwei Werbebanner mit einem TKP von 1,34 Euro bzw. 1,43 Euro ausgewählt. Nach vier Tagen war noch keine einzige Einblendung erfolgt. Damit hat sich dieser Anbieter für mich erledigt!

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