13 Sep, 2008
AdScale meine Erfahrung mit dem Restplatzwerbevermarkter
Gepostet von: Jan007 in der Kategorie: Webmaster
Die Beteiligung von Holtzbrink Ventures will wohl ganz hoch hinaus. Nur deshalb kann ich mir mehrere Anrufe innerhalb der letzten Monate erklären.
In dem ersten Anruf ging es darum mir den Dienst vorzustellen. Es wurde natürlich erwähnt, dass schon X Millionen Pageimpressionen über die Seite abgewickelt werden. Dies entsprach dem, was man auf der Startseite selbst lesen konnte. Dann wurde auf die namhaften Seiten und Vermarkter, die über den Dienst ihre Kontingente einkaufen sollen, hingewiesen.
Ich hab mir dann gedacht, dass ich den Dienst eine Zeit lang ausprobieren sollte. Nachdem der erste Kontakt mit der Seite am 15. November 2007 aufgenommen wurde, habe ich mich bei dem Dienst am 8. April 2008 angemeldet. Zunächst habe ich diesen Blog angemeldet und dann noch eine Seite von mir. Als Werbemittel habe ich den Klassiker der Grösse 468 X 60 Pixel als Werbemittel angelegt und als Default jeweils einen Google-Adsense Banner-Code ins System eingepflegt. Mit den ausgewählten Preisen hatte ich allerdings wenig Erfolg, daher habe ich nach einiger Zeit ein Experiment gewagt. Bei dem Blog habe ich einen Mindest-TKP Preis von 0,10 Euro je 1.000 Pageimpressionen angegeben und die andere Seite habe ich bei einem Mindest-TKP Preis von 1,00 Euro je 1.000 Pageimpressionen belassen.
Auf den 10 Cent Preis sind wohl tatsächlich einige Seiten scharf. Wenn allerdings die Leute den buchen, heißt es noch lange nicht, dass die Werbefläche vollständig ausgebucht ist. Das System hat wohl eine IP-Sperre, so dass die Banner aus dem Portfolio des jeweiligen Publishers durchlaufen und danach wieder auf Default umgesprungen wird, - dies auch bei einem Preis von 10 Cent je 1.000 Pageimpressionen.
Da ich nach einiger Zeit den Quellcode aus dem Blog herausgenommen habe, werden wohl keine Pageimpressionen mehr bezahlt ausgeliefert, da bei der anderen Seite sich wohl kein Werbetreibender findet, der einen TKP von 1,00 Euro zu zahlen bereit ist.
Mein Fazit ist daher, das sich bei Adscale meiner Einschätzung nach als Werbetreibende nur Schnäppchenjäger tummeln.
Die Statistik von Adscale scheint auch eine Wissenschaft für sich zu sein, will man die Statistik nach Tagen sortiert sich ansehen und dies auch noch für den Zeitraum vom 1. Januar 2008 bis jetzt, so erhält man als Ergebnis die folgende Reihenfolge:
01.01.2008
01.02.2008
01.03.2008
01.04.2008
01.05.2008
01.06.2008
01.07.2008
01.08.2008
01.09.2008
02.01.2008…
Prost Mahlzeit, ich wollte schon immer wissen, was ich jeweils am ersten des Monat mit dem System verdient habe. Das ist auch das, was der Webmaster sehen will.
Meiner Meinung nach kann man die Statistiken echt simpel gestalten, allerdings das Gehirn sollte man bei der Vorgabe des Sortierungsalgorithmus auch mal einschalten. Und wenn man nicht weiß, wie es aussehen sollte, dann sollte man sich ganz schnell mit einem Account bei Google Adsense einloggen und sich das Statistik-Modul dort anschauen, da es nicht umfangreich allerdings ausreichend, schnell und sinnvoll auf die Bedürfnisse der Webmaster ausgelegt ist.
Jetzt noch mal Tacheles zu den Zahlen.
Adscale hat nun etwa 11.500 Pageimpressionen seit April 2008 gewertet. Im Blog wurden 2.700 und auf der anderen Seite ca. 8.800 Pageimpressionen bezahlt. Der Link der einem sagt, wieviele Pageimpressionen man an Adscale insgesamt geliefert hat, fehlt in der Aufstellung.
Ein Blick auf OpenAds zeigt, dass ich mit der anderen Website an Adscale etwa 174.000 Banner ausgeliefert habe. Davon sind jetzt etwa 8.800 bezahlt worden, auf dem Rest der ausgelieferten Plätze wurden dann Defaults angezeigt. Über “Website verwalten” und den Klick auf die Werbefläche, wobei ich hier schon den Zeitraum 1. Januar 2008 bis heute ausgewählt habe, erfahre ich, dass Adscale an das Default-Netzwerk ca. 121.000 Pageimpressionen ausgeliefert hat. Wenn ich zu den 121.000 die 9.000 bezahlten Pageimpressionen dazuzähle, erhalte ich nach Adam Riese als Summe glatt 130.000 Pageimpressionen, was ca. 44.000 weniger ist, als mir von OpenAds angezeigt werden. Wo die Differenz in dem Wirrwar der Statistiken nun abgeblieben ist, wüßte ich auch gern.
Insgesamt steht auf meinem Konto ein Guthaben von EUR 4,30. Eine Gutschrift kann ich in diesem Netzwerk meiner Einschätzung nach erst im Jahr 2009 erwarten, vorausgesetzt, dass es dieses Netzwerk bis dahin noch gibt, bei Internetstartups weiss man ja nie, was morgen passiert ….
Abschliessend kann ich nur schreiben, dass mich das Abendteuer mit Adscale wenig begeistert hat. Das Angebot hat mich nicht von den Socken gehauen. Bei einem weiteren Anruf der Key-Account-Manager oder wem auch immer von Adscale, werde ich wohl einfach auf Duchzug schalten und mich von den neuen Vermarktern und Kunden einfach nicht beeindrucken lassen.
Vielleicht hat jemand von Euch ebenfalls Erfahrungen mit Adscale oder einem ähnlichen Dienst gemacht. Sofern es sich um konstruktive Kritik oder um konstruktiven Lob handelt, dann schreibt doch diesen in den Kommentar. Mich würde schon interessieren, was mein Fehler war.
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