Was Ärzte wirklich verdienen?

Viele Ärzte rechnen sich arm. Daher fordern deren Verbandsvertreter immer saftige Erhöhungen der verschiedenen Abrechnungssätze. Ein Allgemeinarzt erhält pro Patientenbesuch z.B. 7,50 Euro pauschal. Egal ob er mit dem Patienten nun eine Stunde spricht und eine Stunde darüber nachdenkt, was der Patient wirklich haben könnte oder ob er den innerhalb von 2 Minuten abfertigt und mit einem Rezept in die Apotheke schickt. Zudem ist das Einkommen der Ärzte durch Budgets begrenzt. Wenn das Budget des Arztes für beispielsweise 5.000 Erstuntersuchungen im Quartal ausreichen würde, was einen Umsatz von 35.000 Euro bringen würde und der Arzt bereits nach 2 Monaten 5.000 Erstuntersuchungen geleistet hat, kann er für das Quartal nicht mehr abrechnen. Er arbeitet sozusagen den Restteil des Quartals umsonst. Das ist die eine Seite der Medaille.

Auf der anderen Seite verdienen Ärzte an Kassenpatienten im Schnitt immer noch ca. 80.000 Euro nach Abzug der gesamten Kosten im Jahr. Hinzu kommen dann noch die Abrechnungen mit Privatpatienten und den Sonderregelungen mit verschiedenen Krankenkassen. Im Schnitt wird mit Privatpatienten zusätzlich ca. 30% des Reinertrags verdient. So berichtet die FTD, dass niedergelassene Allgemeinärzte vor Einkommenssteuer und Altersvorsorge ca. 104.000 Euro im Jahr verdienen. Natürlich gibt es darunter auch Ausnahmen in beide Richtungen. Ärzte, die kaum Privatpatienten haben und Ärzte die sich die Häfte des Tages mit Kassenpatienten beschäftigen und in der anderen Hälfte des Arbeitstages nur Privatpatienten empfangen.

Trotz dessen, dass die Ärzte um ihr Einkommen bangen, trauen sich die Wenigsten die kassenärztliche Zulassung abzugeben und Ihre Patienten insgesamt privat abzurechnen, warum? Weil kaum ein Kassenpatient in der Lage ist dem Arzt die von ihm geforderte Gebühr zu bezahlen. Der Patient würde lieber den Arzt wechseln. Damit bliebe der Arzt auf den Fixkosten seiner Praxis sitzen und hätte im Schnitt nur 30% der Einnahmen. Die Praxis müsste evtl. verkleinert werden und die Gerätschaft die sonst sich über die Häufigkeit der Nutzung schneller amortisiert einfach länger genutzt werden. Der Reinertrag der Ärzte würde sich verringern, auch wenn diese dann viel mehr Freizeit hätten. Weniger verdienen will meiner Meinung nach auch kein Arzt. 😉

Ein Gedanke zu “Was Ärzte wirklich verdienen?

  1. oh mein gott das ist ja sowas voll wenig denn ich möchte ärtztin werden aber nachdem ich das sehe.
    Aber naja es könnte ja seine das ja viele patienten kommen oder?

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