Wirtschaftsprüfungsgesellschaft im Zusammenhang mit der Lehman Brothers Pleite verklagt

Gegen Ernst & Young Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgeselschaft wurde im Zusammenhang mit der Lehman Brothers Pleite Anklage erhoben.

Zunächst wird ein Betrag in Höhe von EUR 150 Mio. Euro zurückgefordert. In den Jahren 2001 bis 2008 hat Ernst & Young den Betrag für die Prüfung der Jahresabschlüsse der US-Investment-Bank in Rechnung gestellt. Zudem wird auch ein Schaden eingelagt, der den Investoren von Lehman Brothers entstanden ist.

Konkret wird vorgeworfen, dass die Bank jeweils zum Jahresende risikobehaftete Aktiva verkauft hat und diese somit nicht mehr in ihren Büchern hatte und kurz nach dem Bilanzstichtag diese wieder zurückerworben hatte. Das Volumen der Risikoposition wird auf ca.  50 milliarden Euro von verschiedenen Nachrichten beziffert. Die Anklagende Staatsanwaltschaft ist der Ansicht, dass derartige Geschäfte Ernst & Young hätten auffallen müssen. Da dies nicht der Fall sein soll, wird der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft vogeworfen, die Geschäfte gedeckt zu haben.

Mal schauen, ob bei der Anklage jeand überhaupt belangt werden kann ….

Lehman hatte sich mit umstrittenen Geldgeschäften namens „Repo 105“ schöngerechnet und dadurch die wahre Finanzlage verschleiert, die am Ende in die Pleite führte. Ein Sonderermittler war dem im Nachhinein auf die Schliche gekommen und hatte die Verfehlungen im März dieses Jahres öffentlich gemacht. Ernst & Young geriet bereits damals in die Schusslinie.

Lehman hatte kurz vor dem Bankrott mit den Repo-105-Geschäften Quartal für Quartal bis zu 50 Milliarden Dollar an Verpflichtungen kurzzeitig verschwinden lassen. Die Bank drückte durch vermeintliche Verkäufe von Vermögenswerten ihre Schulden, was die Bilanz stets glänzend aussehen ließ. Nur Tage nach der Bilanzvorlage nahm Lehman die Vermögenswerte jedoch wieder zurück und musste dafür natürlich zahlen. Die Anleger erfuhren davon nichts.

„Es ist beunruhigend, dass eine weltweit tätige Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geholfen hat, diese wichtigen Informationen vor den Investoren zu verheimlichen“, sagte Generalstaatsanwalt Cuomo. Bereits den Ratingagenturen war bei der Aufarbeitung der Finanzkrise mangelnde Kontrolle vorgeworfen worden.

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