Die wahre Geschichte eines Jahrhundertänzers NUREJEW ab 26. September 2019 im Kino

Der Kalte Krieg befindet sich auf seinem Höhepunkt und die Sowjetunion schickt ihre beste Tanzkompanie in den Westen, um ihre künstlerische Stärke zu demonstrieren. Das Leningrader Kirow-Ballett begeistert die Pariser Zuschauer, aber ein Mann sorgt für die Sensation: der virtuose junge Tänzer Rudolf Nurejew (Oleg Ivenko). Attraktiv, rebellisch und neugierig, lässt er sich vom kulturellen Leben der Stadt mitreißen. Begleitet von der schönen Chilenin Clara Saint (Adèle Exarchopoulos) streift er durch die Museen und Jazz-Clubs der Stadt, sehr zum Missfallen der KGB-Spione, die ihm folgen. Doch Nurejew genießt den Geschmack der Freiheit und beschließt in Frankreich politisches Asyl zu beantragen. Ein höchst riskantes Katz- und Mausspiel mit dem sowjetischen Geheimdienst beginnt.

Beruhend auf wahren Ereignissen, erzählt Regisseur und Darsteller Ralph Fiennes (DER ENGLISCHE PATIENT) in NUREJEW – THE WHITE CROW die unglaubliche Geschichte der sowjetischen Ballettlegende Rudolf Nurejew. Gedreht auf 16 mm leben in atmosphärischen Bildern die bewegten 60er Jahre wieder auf. Die Rolle Nureyevs interpretiert eindrucksvoll der ukrainische Weltklasse-Balletttänzer Oleg Ivenko. Das Drehbuch stammt von David Hare (DER VORLESER).

Über Rudolf Nurejew »Du lebst, solange du tanzt« Rudolf Nurejew

Rudolf Nurejew kam im März 1938 in der Transsibirischen Eisenbahn zur Welt, irgendwo in der Nähe von Irkutsk. Er wuchs in der Großstadt Ufa in Armut auf, fernab von jeder Hochkultur. Doch als der kleine Junge mitten im Krieg einmal eine Ballettvorstellung besuchen konnte, wusste er, dass das Ballett sein Leben sein würde.

Erst im Alter von 17 bewarb er sich am renommierten Choreographischen Institut Leningrad und begann dort seine Ballettausbildung in der Klasse des berühmten Ballettmeisters Alexander Puschkin. In kürzester Zeit machte er dann als Solist Karriere in der Kompanie des Leningrader Kirow-Balletts.

Schon damals fiel er durch seine ungewöhnliche Bühnenpräsenz auf. Und bereits in diesen jungen Jahren widersetzte er sich, wenn ihm etwas nicht passte: So lehnte er die üblichen Pumphosen ab und trat stattdessen in körperbetonten Tanz-Leggins auf.

Im Frühsommer 1961 reiste er mit dem Kirow-Ballett nach Paris und wurde als Tanzsensation gefeiert. Am Flughafen Le Bourget gelang ihm dann die spektakuläre Flucht in den Westen. Auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges ein Politikum – und für Nurejew der Beginn eines rasanten Aufstiegs zu Weltruhm.

Nurejew wurde zum Popstar des Balletts, machte die verstaubte, antiquierte Bühnenkunst wieder zur Mode, eroberte für sie ein neues, junges Publikum. In der 19 Jahre älteren Ballerina Margot Fonteyn fand er die perfekte Ballettpartnerin. Sie wurden zum „Traumpaar des Tanzes“ und traten über zehn Jahre miteinander auf.

Als erster männlicher Tänzer seit Vaslav Nijinsky wurde er zur Ikone, ja zur Jahrhundertfigur. Er revolutionierte das klassische Ballett, indem er den männlichen Part emanzipierte. Die männlichen Tänzer waren zuvor meist nur Hebehelfer der Ballerinen, verharrten in heroischen Posen, während die elfenartigen Tänzerinnen um sie herum glänzten. Doch Nurejew eroberte den Platz im Rampenlicht, sprang und wirbelte mit nie dagewesener Präsenz über die Bühne und überstrahlte seine Partnerinnen. Seine animalische, sexuelle Aura zog das Publikum in den Bann. „Es war, als hätte man in einem Salon ein wildes Tier losgelassen“, schrieb ein Londoner Journalist.

Später arbeitete Nurejew auch als Choreograph und Ballettdirektor, spielte in Filmen und Musicals, dirigierte sogar. Einen Lebensmittelpunkt hatte er in Wien, wo er als Tänzer und Choreograph des Wiener Staatsopernballetts tätig war; 1982 erhielt er die österreichische Staatsbürgerschaft. Doch er hatte auch Wohnungen in New York, Paris und auf einer Insel bei Capri und blieb ein ständig Reisender, immer in Bewegung.

Nurejew trat noch auf, als er seinen Zenit weit überschritten hatte und der Zeitpunkt eines würdigen Abschieds schon lange verstrichen war. Mitte der Achtziger war bei dem bisexuellen Mann das HIV-Virus diagnostiziert worden. Aber es sagte stets: „Wer stehen kann, kann auch tanzen.“

Im Alter von 54 Jahren starb Rudolf Nurejew am 6. Januar 1993 in Paris an den Folgen von Aids.

Quelle: https://www.nurejew-thewhitecrow.de/

Ich persönlich freue mich diesen Film im Kino zu sehen. Unsere Tochter trainiert regelmäßig Ballett. Zudem sprechen meine Kinder aufgrund unseres Migrations- hintergrunds russisch.

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