Interessant: Warum man ein H&M T-Shirt für 4,95 Euro kaufen kann?

Warum kann man ein H&M T-Shirt für 4,95 Euro kaufen? Einen Artikel der Zeitschrift Zeit habe ich eben diesbezüglich im Handelsblatt gelesen.

Gekauft werden die T-Shirts in Bangladesch, wo sie von Fabrikarbeiterinen genäht werden.

Einkaufpreis je T-Shirt beträgt etwa 1,35 Euro.

Inklusive Transport nach Deutschland soll das T-Shirt ca. 1,40 Euro kosten.

Aus dem Verkauf des T-Shirts muss H&M die Umsatzsteuer in Höhe von 19% bzw. 0,79 Euro an das Finanzamt abführen.

Für H&M bleibt damit ein Nettoerlös von 4,16 Euro.

Abzüglich der Kosten für Herstellung und Transport in Höhe von ca. 1,40 Euro (bereits beschrieben) bleiben bei H&M 2,76 Euro. Nach Abzug von Kosten für Filialmiete, Mitarbeiter in Deutschland etc. in Höhe von ca. 2 Euro bleit bei H&M ein Gewinn aus dem Verkauf des T-Shirts in Höhe von 0,60 Euro.

Den Vorlieferanten für H&M kostet die amerikanische Baumwolle je T-Shirt ca. 0,40 Euro. Die Arbeiterinen, die die T-Shirts im Akkord nähen, erhalten ein monatliches Gehalt inkl. Überstunden in Höhe von umgerechnet ca. 42 Euro.

Insgesamt wird der Fabrikant in Bangladesch ebenfalls einen kleinen Gewinn mit der Menge der T-Shirts erwirtschaften, die er an H&M verkauft.

Fazit der Redaktion der Zeitschrift Zeit lautet in etwa:

Auch wenn die Mindestlöhne und sonstigen Vorgaben des H&M Konzerns bei den Vorlieferanten eingehalten werden, ist der niedrige Verkaufspreis der T-Shirts nur möglich, weil das Lohnniveau in der Herstellung der T-Shirts in etwa das Niveau der Textilindustrie in Deutschland im 19. Jahrhundert erreicht.

Wer den ausführlichen Artikel lesen möchte, findet diesen hier im Handelsblatt.

3 Gedanken zu “Interessant: Warum man ein H&M T-Shirt für 4,95 Euro kaufen kann?

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